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StadtLesen in Dessau-Roßlau

Marktplatz - 23. bis 26. Mai

Dreimal Weltkulturerbe in der Elbstadt. Dessau-Roßlaus Geschichte lässt sich im Museum für Stadtgeschichte erkunden. Theater und Veranstaltungen locken mit einem auserwähltem Programm – wie StadtLesen.

Peter Kuras, Oberbürgermeister der Stadt Dessau-Roßlau

© Ralf Schüler

Von einer kleinen Stadt in Deutschland gingen die Ideen aus, die New York in eine Hochhausstadt verwandeln sollten – so sah es 1993 rückblickend der amerikanische Schriftsteller und Bauhauskritiker Tom Wolfe. Mit dem Bauhaus wurde die Stadt Dessau zu einem prominenten Ort der klassischen Moderne. 2019 ist ein ganz besonderes Jahr für unsere Stadt – wir feiern das 100-jährige Jubiläum des Bauhauses. Wie schön, dass gerade in diesem besonderen Jahr die Initiative StadtLesen aus Salzburg mit dem Freiluft-Lese-Event im Zentrum unserer Stadt Station macht. Zweifelsohne eine Innenstadt-Belebung der besonderen Art, wenn sich der Marktplatz – nun bereits zum fünften Mal - in ein Lese-Wohnzimmer verwandelt.
Dessau-Roßlau ist eine Stadt mit beachtlicher literarischer Tradition. Erinnert sei an den Volksdichter Wilhelm Müller, als einer der bedeutendsten Schriftsteller der Romantik, dessen 225. Geburtstag wir in diesem Jahr begehen und dessen literarischer Nachlass in der Anhaltischen Landesbibliothek Dessau verwaltet wird. Hervorheben möchte ich auch die Büchersammlung des Reformationsfürsten Georg III. von Anhalt und die darin enthaltene Römerbrief-Vorlesung Luthers, die 2015 Aufnahme in das Weltdokumentenerbe der UNESCO fand und damit die herausragende Bedeutung der Sammlung unterstreicht. Zudem kennzeichnen die in Dessau-Roßlau beheimateten Bibliotheken der Hochschule Anhalt, des Umweltbundesamtes, der Moses Mendelssohn Gesellschaft, des Kurt-Weill-Zentrums und die der Stiftung Bauhaus den Reichtum an bibliophilen Schätzen in unserer Stadt.
Ich lade alle Dessau-Roßlauer und Gäste unserer Stadt auf das herzlichste ein, unseren Marktplatz vom 23. bis 26. Mai zu besuchen und sich bei einer spannenden Lesung davon zu überzeugen, dass das Kulturgut Buch ein unterhaltsames, informatives und nach wie vor zeitgemäßes Medium ist.

PROGRAMM

Donnerstag, 23. Mai


Lesen nach Herzenslust und Schmökern in über 3000 Büchern von 09.00 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit

Kinderlesung: Um 16.30 Uhr - Vorlesestunde auf dem Markt „Das ist total mein Buch“ (Für Kinder ab 4 Jahren)

Eröffnung: Um 19.00 Uhr Eröffnung durch den Oberbürgermeister der Stadt Dessau-Roßlau Peter Kuras - anschließend

BIBILIOPHILES HIGHLIGHT: Jana Revedin liest aus „Jeder nennt mich hier Frau Bauhaus“

 

Freitag, 24. Mai


Integrationslesetag – In jeder Stadt werden Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund dazu eingeladen, in ihrer Muttersprache selbst verfasste Texte zu präsentieren. StadtLesen 2019 wird so zur interkulturellen Bühne der Völkerverständigung

Vorstellung: Um 16.00 Uhr - Vorstellung des Projektes „Welcome to my library“. Über Vielfalt und Mehrsprachigkeit in Bibliotheken und Kindertagesstätten

Lesung: Von 16.15 - 17.00 Uhr - Internationale Studierende, der Hochschule Anhalt, lesen in Deutsch und in ihrer Heimatsprache Lieblingstexte vor.

Kinderlesung: Um 16.30 Uhr - Mehrsprachige Vorlesestunde „Das Allerwichtigste“ (für Kinder ab 3 Jahren). Ort: Anhaltische Landesbücherei Dessau.

Theater: Ab 17.00 Uhr StadtLesen meets Schau rein - vom 17. bis 25. Mai das Schau rein! Festival unter dem Motto „Woher willst du wissen, wer ich bin?“ statt. Mit Theaterproduktionen, Workshops und Performances, Open Stages und viel Musik! Ort: Altes Theater, Lily-Herking-Platz

Lesung: Von 19.00 - 21.00 Uhr - „Literally Paece“ – Texte für Frieden, Hoffnung und Vielfalt. Multimedialer Dialog zwischen syrischen und deutschen Autorinnen und Autoren
Ort: Pinke Möhre, Zerbster Straße 16

Samstag, 25. Mai


Lesung: Um 14.00 Uhr liest Dr. Andreas Erb aus „Triton zum Freund – Hundeleben am Dessauer Hof“

Lesung: Um 16.00 Uhr liest Sonja Vogel aus „Die rote Köchin“. Geschichten und Kochrezepte einer spartakistischen Zelle am Bauhaus Weimar.

Lesung: Um 18.00 Uhr präsentiert der Kochverein Anhalt-Dessau e. V. das Buch "Das Bauhaus isst" von Ute Ackermann.

Lesung: Um 20.00 Uhr liest Natascha Meuser aus „Törten. Kriminalgeschichten aus einer Bauhaus-Siedlung“. Zwanzig Studierende der Hochschule Anhalt entwickelten Ideen für Kriminalgeschichten, die die von Walter Gropius 1926-1928 entworfene Reihenhaussiedlung Törten in ein völlig neues Licht setzen.

Sonntag, 26. Mai


Familienlesetag – Sonntag ist der Tag der Familie. So auch bei StadtLesen 2019. An diesem Tag sollen verstärkt Familien das Lesewohnzimmer nutzen. Kinder- und Jugendliteratur ist verstärkt in den Büchertürmen zu finden. Eltern sind dazu eingeladen, vorzulesen

Lesebrunch:  Von 11.00 - 14.00 Uhr - Lesebrunch im Etmangal. Musikalisch untermalt mit dem Jazz-Trio „Free Elements“.

Kinderlesung: Von 11.00 - 11.30 Uhr - „Die Bauhaus-Stadt - Entdecke die Bauhaus-Bauten in Dessau“. Lesung aus dem Kinderbuch der Stiftung Bauhaus Dessau (für Kinder ab 8 Jahren). Silke Wallstein – Stiftung Bauhaus Dessau. Ort: Design-Shop im Bauhaus Dessau

Kinderführung: Von 11.00 - 13.00 Uhr - „Bauhausdetektive“ - Kinderführung durch das Bauhaus Dessau für Kinder ab 8 Jahre

Lesung: Um 16.00 Uhr liest Rainer Strecker aus „Emil und die Detektive“ von Erich Kästner

Kabarett: Um 17.30 Uhr - Kabarett der Weimarer Republik. Kurt Tucholsky, Erich Kästner, Erich Mühsam u. a. Es lesen die Schauspielerin und Bauhaus-Agentin Silke Wallstein und die Sprechwissenschaftlerin Christiane Kopischke - Moderation: Andreas Hillger

BIBLIOPHILES HIGHLIGHT

Jana Revedin liest
am Donnerstag, 23. Mai, um 19.00 Uhr aus

„Jeder hier nennt mich Frau Bauhaus“

Die sechsundzwanzigjährige Ise Frank, Tochter einer großbürgerlichen jüdischen Familie, beginnt im München der frühen 1920er-Jahre eine Karriere als Buchhändlerin und Rezensentin. Ihr Leben erfährt eine neue Wendung, als sie den Architekten und Bauhausgründer Walter Gropius kennenlernt. Als Journalistin und Autorin bestimmte sie den Kurs des Bauhauses entscheidend mit. Ise Frank, nur scheinbar Randfigur, tritt in dieser Lektüre erstmals in den Mittelpunkt als engagierte Mentorin der Bauhaus-Bewegung in den 1920er-Jahren.

Der Architektin, Theoretikerin und Schriftstellerin Jana Revedin gelingt es mit diesem biografischen Roman hervorragend, das Zeitkolorit der 20er-Jahre aufscheinen zu lassen.

Freier Zu- und Eintritt!

IMPRESSIONEN

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