Auf die Bücher, fertig, los: StadtLesen 2015

Das Lesefestival bei freiem Zu- und Eintritt


Aller guten Dinge sind sieben: nach sechs Jahren Lesegenusserfolg erweitert sich der Kreis der StadtLeseStädte im Sommer 2015 und bringt Buchlesegenuss zu noch mehr Menschen. Das „Lesewohnzimmer“ auf den schönsten Plätzen der StadtLeseStädte bringt einen Readers Corner, Lesemöbel, einen Genussturm, Kommunikationswürfel aber vor allem rund 3.000 Bücher in die Städte. Es wird zum öffentlichen Schmökern unter freiem Himmel bei freiem Eintritt eingeladen. Stars der Literaturszene „verkomplettieren“ den puren Lesegenuss durch eine moderierte ErzählLesung in vielen Städten! Auch die Lesungen sind ohne Eintritt frei zugänglich.


©Pertramer

Dr. Heinz Fischer, Bundespräsident der Republik Österreich

„StadtLesen ist eine engagierte und erfolgreiche Initiative, die zwei faszinierende Themen zusammen führt: Die Stadt als Ort der Begegnung, der Kommunikation aber auch einer gewissen Hektik. Und das Lesen, ein für mich fixer Bestandteil des Alltags, eine Art sich zu entspannen, sich Wissen anzueignen oder in die Erfahrungswelten der Phantasie einzutauchen.

StadtLesen ist eine der sinnvollen Maßnahmen, die Freude und den Nutzen des Lesens zu vermitteln und das Kulturgut Buch als überaus zeitgemäßes Medium zu präsentieren, dessen Aktualität seit Jahrhunderten nichts eingebüßt hat.

Was wären wir ohne Bücher, ohne das Lesen, ohne die Auseinandersetzung mit neuen Ideen und faszinierenden Gedanken? Und was wären wir ohne die Stadt, die immer auch ein Marktplatz der Ideen und ein Ort war, wo der Wettstreit der Ideen ausgetragen wurde?

Ich danke den Initiatoren von StadtLesen für ihr nachhaltiges Engagement und den beteiligten Gemeinden für ihre Bereitschaft, sich von einer überzeugenden Initiative – eben überzeugen zu lassen.“

Geleitwort zum fünfjährigen StadtLesen-Jubiläum 2013


Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments

"Lesen wird für unser Leben in der heutigen Wissensgesellschaft immer wichtiger. Durch Lesen erschließen wir uns Informationen, bilden uns eine Meinung, erweitern unser Wissen und lernen kontinuierlich dazu: Lesen ermöglicht kulturelle und gesellschaftliche Teilhabe.
Als gelernter Buchhändler weiß ich, welche Freude und welch ästhetischen Genuss Lesen bereiten kann, welche Befriedigung sich einstellt, wenn man sich in einer Geschichte,  einem Buch verliert und welche herausragende Bedeutung das Lesen hat, um die Welt zu verstehen. […]
Die digitale Revolution, deren Zeuge wir sind, bietet neue Möglichkeiten, sich mit anderen zu vernetzen und sich an gesellschaftlichen Debatten zu beteiligen, die an das Lesen (und Schreiben) von Texten gekoppelt sind. Das heißt: Nur wer grundlegende Lesekompetenzen besitzt, kann diese Chancen wirklich nutzen. […] Lesen ist nicht nur ein Mittel zur Beschaffung von Informationen für das tägliche Leben, sondern auch ein Tor zur Welt. […] Wenn wir Lesen als Genuss erleben und es wagen, in das Meer der Bücher einzutauchen, erschließen wir uns neue Welten. Die Initiative 'StadtLesen' setzt genau hier an und lädt dazu ein, mitten im Alltag mit einem Buch auf Entdeckungsreise zu gehen."

Grußwort für StadtLesen 2014

 

 

Sebastian Mettler, Innovationswerkstatt, Entwickler und Erdenker von StadtLesen

„Vor nunmehr sieben Jahren haben wir uns auf den Weg gemacht Menschen Lesegenuss zu bereiten. Die Richtigkeit unseres Tuns bestätigt sich nicht nur in Tests in denen Lesekompetenz gemessen wird, nein, unser Maßstab sind die vielen, vielen Menschen die sich bei unseren Aktionen einfinden, begeistert und hemmungslos schmökern, glücklich in die Welt der Bücher versinken.
Wir leben in einer Gesellschaft die sich in weiten Teilen entphantasiert hat, ja, sogar die Fähigkeit Phantasie, Kreativität zu denken und zu entwickeln geht immer mehr verloren.
Internet, SmartPhones sind gut und nützlich, für die Welt der Phantasie sind sie oftmals Todbringer. Fertige und vorgefertigte Bilder prasseln in unser Hirn und überschwemmen dieses mit viel, viel zu viel Kommunikation. Zeit für das Entstehen lassen von eigenen Bildern. Diese Technik verkümmert immer mehr.
Die Rezeptur gegen Entphantasierung liegt in der Kulturtechnik des Buchlesens. Hier wird Geist angeregt, hier wird decodiert und codiert zu Bildern zusammenfügt was das Zeug hält - und hier wird Zeit geschenkt; denn Buchlesen funktioniert nur als Ausschließlichkeitsmedium – Sie können kein Buch lesen und zeitgleich SMSe absetzen oder WhatsUp Bilder laden. Und das ist gut so.

StadtLesen will dem BuchLesen eine Bühne bereiten und vielen Menschen zeigen wie genussreich, wie werthaltig und wie Glück bringend Lesen ist. 
Aus 162 nominierten Städten, wurden 25 ausgewählt und eingeladen StadtLeseStadt 2015 zu werden und sich vier Tage lang in ein Buchstabenmeer zu verwandeln. 
Bei freiem Zu- und Eintritt werden Einheimische und Gäste dazu eingeladen viele der über 3.000 Bücher aus dem aktuellen Verlagsprogramm von über 70 Verlagen zu beschmökern, Zeit und Wort zu spüren und einfach nur Freude zu haben.

StadtLesen wird nur möglich und real durch die Mithilfe vieler Kooperationspartner. Die StadtLesenStädte seien hier ebenso erwähnt wie teilnehmende Verlage und Kooperationspartner aus der Wirtschaft. Allen die StadtLesen möglich machen sei hier mein persönlicher Dank gewidmet.

Tauchen Sie ein in das Buchstabenmeer das wir Ihnen mitgebracht haben, denn Lesen bringt keine Welt in den Kopf, nein, Lesen IST eine Welt im Kopf."


StadtLesen ist so konzipiert, dass eigentlich NICHTS passiert. Das Lesewohnzimmer wird als Einladung verstanden, sich niederzulassen, ein Buch in die Hand zu nehmen und zu genießen. Lesegenuss wird möglich und erlebbar gemacht, Lesezeit geschenkt. StadtLesen versteht sich als Veranstaltungsreihe, die dem Thema Lesen breite Öffentlichkeit bringen will. Unaufdringlich aber durchdringend. „Lesegeadelt“ wurde StadtLesen durch die Schirmherrschaft der Österreichischen UNESCO Kommission. Nach Sebastian Mettler: „Lesen bringt nicht nur die Welt in deinen Kopf. Lesen ist eine Welt in deinem Kopf.“

StadtLesen entstand ursprünglich aus einer anderen Idee der Innovationswerkstatt. Mit dem Leitsatz „Lesend reisen, reisend lesen“ gründet Sebastian Mettler 2007 eine innovative Hotelkooperation für Unterkünfte mit einem hohen Qualitätsstandard und mit speziellem Literaturangebot sowie einer besonderen (Lese-) Atmosphäre, die Bibliotels. Danach suchte er zusätzliche Möglichkeiten den Lesegenuss in die Welt zu tragen, dabei war ihm vor allem der freie Zugang zu Büchern ein großes Anliegen. Zwei Jahre später startete die erste StadtLesenTour in Österreich und der Rest ist erlesene Geschichte.

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